Eine Woche nach dem Pokalspiel in der Albhalle startete die Saison der Volleyballer direkt mit einem Spitzenspiel. Der SVW gastierte in Wiblingen. Zur Erinnerung: Letzte Saison schlossen beide Teams die Saison mit 21 Punkten und 7 Siegen aus 8 Spielen ab. Somit entschied die Punktedifferenz am Ende über die Meisterschaft, die zugunsten der Wiblinger ging. Der SVW hatte also noch eine Rechnung offen.
Zu Beginn ein ähnliches Bild wie letzte Woche. 1:5 Rückstand nach kurzer Zeit. Doch auch dieses mal kämpft sich der SVW direkt wieder ins Spiel zurück und gleicht früh wieder aus. Im Anschluss geht der SVW dann in Führung und spielt den Satz vorne weg. Am Ende sitzt der dritte Satzball und der SVW gewinnt mit 25:22. Ein starker Satz des SVW bringt die Führung. Im zweiten Satz wechselt das Heimteam dann mehrfach und kann die Spielkontrolle übernehmen. Mit zunehmender Dauer des Spiels kann der SVW dem Druck nicht standhalten. Erschwerend kommt hinzu, dass der SVW zu viele Angaben ins Aus oder ins Netz bugsiert und so einfache Punkte herschenkt. Somit verliert der SVW den zweiten Satz verdient mit 25:16. Es geht also in den dritten und entscheidenden Satz. Und dieser Satz sollte noch für viel Gesprächsstoff sorgen.
Der SVW kommt besser in den Satz und erspielt sich eine Führung. Schon früh verbraucht der TV seine erste Auszeit. Beim 13:9 gibt es Seitenwechsel. Dann der erste Aufreger. Anstatt weiterzuspielen, besprechen sich die Wiblinger im Kreis, was bei einem Seitenwechsel nicht erlaubt ist. Auf Nachfrage nehmen sie verspätet ein zweites Timeout. Der SVW spielt davon unbeeindruckt weiter, bis zu einem Ball, denn der Wiblinger Angreifer an die Oberkante des Netzes setzt, und der von dort wieder zurück in das Wiblinger Feld springt. Diese spielen danach weiter und erzielen den Punkt. Eigentlich ein klarer Fehler ob der 6 Berührungen im Feld, da der Angriff nicht im Block sondern nur an der Netzkante hängen geblieben ist. Der Schiri jedoch, gibt den Punkt seine Mannschaft. Der nächste Punkt, der möchte Aufreger. Der Wiblinger Angreifer schlägt, landet jedoch mit den Füßen auf dem Westerheimer Mittelblocker. Ein klarer Übertritt, den der Schiri jedoch wieder nicht gesehen haben will. Trotz schwieriger Entscheidungen fokussiert sich der SVW weiterhin aufs Spiel und liegt immernoch in Führung. Beim 21:16 für den SVW dann der nächste Aufreger. Der Trainer des TV will eine weitere Auszeit nehmen. Jedoch hat dieser in diesem Satz bereits 2 Timeouts genommen und keines mehr übrig gehabt. Somit stört er den Rhythmus des SVW und verzögert das Spiel, was eigentlich direkt mit einem Punkt für den SVW geahndet werden sollte. Es passiert nichts. Direkt im darauffolgenden Ballwechsel gerät eine Annahme eines TV Spielers zu weit und bahnt sich an, über das Netz zu fliegen. Der SVW Mittelblock steht bereit und blockt den Ball ins Feld. Zur Überraschung aller pfeift der Schiri einen Übergriff und Punkt für den TV. Mittlerweile die dritte schwerwiegende Fehlentscheidung in diesem Satz. Nun liegen die Nerven blank. Der SVW hadert mit dem Schiedsrichter und es gibt große Diskussionen auf dem Spielfeld (was beim Volleyball absolut unüblich ist und in der jüngeren Geschichte des SVW so noch nie passiert ist). Die Spannung steigt nun ultimativ in die Höhe. Mit einer Timeout beruhigt der SVW erst einmal die Gemüter und versucht, sich auf das Spiel zu konzentrieren, anstatt sich über den Gegner aufzuregen. Doch der Gastgeber gibt nicht kleinbei. So wird es spannend bis zum letzten Punkt. Dann der nächste Aufreger. Nach einem Punkt für den SVW möchte der Trainer des TV einen zuvor ausgewechselten Spieler auf eine andere Position einwechseln, was nicht erlaubt ist. Auch hier muss der Trainer des SVW intervenieren und beanstanden, dass das regelwidrig ist. Normalerweise gibt auch das für Verzögerung einen Punkt für den SVW. Doch auch hier passiert nichts. Der SVW schafft es dennoch sich den Satzball zu erspielen. Doch die Angabe fliegt ins Netz und der TV steht wieder an der Linie. Diese bringen auch den Folgepunkt im Ziel unter und haben somit ihrerseits Satzball. Der SVW blockt diesen jedoch ebenfalls erfolgreich ab und kann ebenfalls den nächsten Punkt erzielen. Beim 26:25 gibt es wieder Satzball für den SVW. Doch die Angabe landet dieses mal im Seitenaus und der Punkt geht an den TV. 26:26. Mit einem überragenden Angriff stellen die Städter wieder auf Satzball. Doch der SVW wehrt wiederum erfolgreich ab zum 27:27. Der Druck wird immer größer und die Spannung ist am Siedepunkt. Mit einem weiteren tollen Angriff bringt sich der TV wiederum in Front und bittet zum dritten Satzball, den sie mit einem weiteren starken Angriff auch vollenden können. Somit gewinnt der TV Wiblingen den dritten Satz mit 29:27 und gewinnt das Spiel somit mit 2:1. Leider war der dritte Satz an diesem Tag mehr als nur fragwürdiger Natur. Mehrere entscheidende Schiedsrichterentscheidungen sowie unfaire Spielweise des Trainers des TV trüben das Auswärtsspiel des SVW und haben den dritten Satz leider stark mitentschieden. Dementsprechend enttäuscht, frustriert, genervt und verärgert war der SVW nach dem Spiel.
Der SVW kann sich in einem starken Spiel leider nicht belohnen und muss sich mit 2:1 geschlagen geben. Die Art und Weise hat dabei jedoch ein Geschmäckle und lässt einige Spieler des SVW wohl noch einige Nächte schlecht schlafen.
Es spielten:
Shamila Seifried, Franziska Buck, Magnus Tritschler, Paul Messer, Konstantin Grupp, Selina Schneck und Florian Schneck.
(geschrieben von Florian Schneck)




































































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